Jugend ging baden!
...und braucht weiterhin Perspektiven.

Junge Menschen brauchen Freiräume. Sie brauchen Zeit, sich auszuprobieren, durchzuatmen und in die Dinge einzutauchen, auf die sie Lust haben. Sie brauchen Perspektiven und etwas, worauf sie sich freuen können.

Das Highlight vieler Kinder und Jugendlichen sind die Sommerferien. In Freizeiten und Jugendgruppen, auf Zeltplätzen und in Waldheimen, beim Ausprobieren und Erholen entstehen wertvolle Räume für junge Menschen, Neues zu erfahren und über sich hinauszuwachsen. In diesem Jahr 2021, dem zweiten Corona-Sommer, schienen Freiräume und Vorfreude jedoch weit weg.

Es herrschte große Unsicherheit. In den Öffnungsdiskussionen kamen Kinder kaum vor und einheitliche Regelungen waren schon gar nicht in Sicht. In diesem Moment im Frühjahr 2021 haben wir – der Deutsche Bundesjugendring und seine Mitgliedsorganisationen – eine Kampagne gestartet. Unter dem zweideutigen Motto #JugendGehtBaden forderten wir laut, bunt und anhaltend eine #SommerPerspektive für junge Menschen.

Die zentralen Forderungen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in den Sozialen Netzwerken.
Vom Bremer Jugendring bis zur Jugend des deutschen Alpenvereins hieß es:

„Oberste Priorität für Kinder und Jugendliche!“

Von der Saarjugend bis zum Jugendbüro Odenwald wurde gefordert:

„Ferien müssen Ferien bleiben!“

Und von Essen bis Rosenheim war die Botschaft deutlich:

„Planungssicherheit & Vertrauen in die Jugendleitung vor Ort!“

Neben zahlreichen Jugendverbänden bis in die Ortsebene hinein unterstützten auch politisch Verantwortliche die Initiative. Bundesjugendministerin Christine Lambrecht wurde als prominente Supporterin der Kampagne gewonnen. Sie sagte in Richtung Kinder und Jugendliche:

„Jetzt seid Ihr an der Reihe: Nutzt den Sommer! Habt Spaß, geht raus, geht schwimmen, kommt zusammen und genießt die Zeit. Das habt Ihr Euch mehr als verdient!“

Spätestens da war #JugendGehtBaden im politischen Berlin angekommen. Und das im wörtlichen Sinne: An zentralen Orten der Hauptstadt leuchtete es orange-rot von den Plakatwänden. Die Claims machten allen klar: „Jetzt sind wir dran! Freizeiten möglich machen! Zusammen und draußen!“

#Sommer­Perspektive #Jugend­GehtBaden

Dann begannen die Sommerferien und mit ihnen tatsächlich viele Ferienfreizeiten. Das unermüdliche Lobbying der Verbände vor Ort, das hohe Engagement der Ehrenamtlichen, unterstrichen von der Kampagne, nicht zuletzt auch flankiert durch das politische Signal des Aufholpakets ermöglichten es: Freiräume für junge Menschen. Viele Kinder und Jugendliche konnten an Ferienfreizeiten teilnehmen. Es wurde gespielt, gezeltet, gewandert und gesungen. Jugend ging baden! Das alles unter Hygieneauflagen und mit individuellen Konzepten der Jugendleitung.