Kinder & Jugendliche dürfen nicht baden gehen!
Wir fordern eine #Sommer­Perspektive

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie brauchen Kinder und Jugendliche Perspektiven. Junge Menschen müssen in Politik und Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen. Sie brauchen Freizeit und Erholungsräume. Sie brauchen Zeit, sich auszuprobieren, durchzuatmen und in die Dinge einzutauchen, auf die sie Lust haben.

Wenn über Öffnungen diskutiert wird, gilt: Junge Menschen dürfen dabei nicht baden gehen!

Wir fordern:

Oberste Priorität für Kinder & Jugendliche!

Ferien müssen Ferien bleiben!

Handlungs- und Planungssicherheit!

Einheitliche Übernachtungs­regelungen!

Vertrauen in die Jugendleitung vor Ort!

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Oberste Priorität für Kinder & Jugendliche!

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Ferien müssen Ferien bleiben!

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Handlungs- und Planungssicherheit!

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Einheitliche Übernachtungs­regelungen!

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Vertrauen in die Jugendleitung vor Ort!

Junge Menschen bewältigen aktuell unter besonders schwierigen Voraussetzungen die „Aufgaben“ für ihre persönliche Entwicklung: Sozial handlungsfähig sein, Verantwortung für sich und andere übernehmen, selbstständig werden und eigene Positionen finden. Junge Menschen schränken sich in ihrer Freizeit stark ein, reduzieren Kontakte und verhalten sich verantwortungsvoll. Aber ihre speziellen Bedürfnisse werden bei politischen Entscheidungen kaum berücksichtigt.

Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen in der Corona-Pandemie stark zu. Ängste und Sorgen betreffen auch das Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Besonders hart trifft die Pandemie jene, die sich in biographischen Übergängen befinden und wichtige Entscheidungen für ihr Leben treffen müssen – etwa beim Schulwechsel oder am Ende der Schulzeit.

Junge Menschen haben eigene Erfahrungen und Positionen mit und in der Gesellschaft. Wer das anerkennen will, muss Haltung einnehmen. Das bedeutet: Junge Menschen nicht länger ignorieren, ihre Stimmen hörbar und ihre Bedürfnisse sichtbar machen. Alle in der Gesellschaft stehen in der Verantwortung, jungen Menschen zuzuhören und ihnen Räume zu schaffen. Jetzt sind junge Menschen dran und sie brauchen eine Perspektive.

Die Schulferien im Sommer sind wichtige freie Zeit für junge Menschen. Sie bieten Kindern und Jugendlichen Erholung und Freiräume. Für viele junge Menschen sind sie Höhepunkt des Jahres. In den Ferienfreizeiten mit Gleichaltrigen, begleitet von ehrenamtlichen Jugendleiter*innen, können Kinder und Jugendliche gestalten und damit prägende Erfahrungen und Erlebnisse sammeln.

Junge Menschen brauchen Zeiten der Selbstentfaltung und die Möglichkeit, sich anders auszuprobieren, als das in Schule oder Kita möglich ist. Zeltlager, Waldheime oder Stadtranderholungen sind Räume, in denen Bildung außerhalb der so genannten formalen Räumen möglich ist. Sie schaffen wertvolle Zeit für junge Menschen, Neues zu erfahren und über sich hinauszuwachsen.

Ideen aus der politischen Diskussion, wie etwa Sommerschulen, sind nicht zielführend. Einfach nur „Lerndefizite“ nachzuholen ist keine gute Lösung. Für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung sind Freiräume jenseits der Schule enorm wichtig. Dort lernen junge Menschen Verantwortung, Gemeinsinn und Solidarität, wenn sie mit Gleichaltrigen etwas selbstbestimmt organisieren.

Kurz vor den Sommerferien haben noch immer nicht alle Kinder und Jugendliche Klarheit darüber, ob sie Ferienaktivitäten wie Freizeiten, Zeltlager und Ausflüge planen und verwirklichen können. Teamer*innen von Freizeitmaßnahmen haben mancherorts ebenso wenig Handlungs- und Planungssicherheit wie etwa die Eltern der möglichen Teilnehmer*innen. Je nach Bundesland müssen die Engagierten in Jugendverbänden sowohl mit praxisferner Regulierung als auch mit Unklarheit umgehen.

Für die Sommerferien braucht es Planungssicherheit für Freizeiten mit Übernachtungen. Die nötigen Prozesse der Träger müssen durch bundeseinheitliche Regelungen abgesichert und die wirtschaftlichen Risiken für die Träger minimiert werden. Die freien Träger müssen dabei unterstützt werden, Freizeiten, Ferienspiele und Zeltlager mit wirksamen Schutz- und Hygienekonzepten umsetzen zu können.

Vertrauen in die Jugend­leitung vor Ort!

Jugendverbände haben letzten Sommer bereits bewiesen, dass sie verantwortungsvoll handeln. Sie schaffen hygiene- und infektionsschutzkonforme Angebote. In der Öffnungsdebatte können Politik, Verwaltung und Eltern auf verantwortungsvolles Handeln in der Jugendarbeit vert